Welche sozialen Netzwerke sind für Autoren interessant?

Facebook, Twitter, Google+, YouTube … soziale Netzwerke im Internet gibt es inzwischen sehr viele. Und sie haben sich nicht nur als Kontaktbörse etabliert, sondern auch als wahre Zeitfresser. Sicher sind Sie auch schon mal in den Tiefen von Facebook und Co. versunken und haben die Zeit dabei vergessen. Soziale Netzwerke sind also Zeitfresser und bieten nicht immer den gewünschten Effekt zur Vermarktung von Büchern. Daher stellen sich viele Autoren die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, ein eigenes Profil zu erstellen, und wenn ja, welches Netzwerk am effektivsten ist.

Diese sozialen Netzwerke gibt es

Es gibt eine Vielzahl verschiedener sozialer Netzwerke und nicht jedes ist für alle Autoren gleich gut geeignet. Neben den bekannten Netzwerken wie Facebook und Twitter gibt es auch Netzwerke für Literatur, wie beispielsweise Lovelybooks, Goodreads oder Book-date. Weitere spezielle Netzwerke sind Instagram (spezialisiert auf Bilder), Tumblr (Blog-Netzwerk) und YouTube. Die drei größten stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor.

Facebook

facebook-140903_1280Facebook ist das größte Netzwerk mit derzeit 28 Millionen deutschen Nutzern. Hier tun Autoren gut daran, eine Fanseite zu erstellen. Als AutorIn sind Sie hier sehr gut aufgehoben, vor allem, wenn Sie auf den Austausch mit Ihren Fans und Kollegen aus sind. Auf Ihrer Fanseite können Sie über Ihre Bücher, Ihren Alltag, über bevorstehende Lesungen und Termine informieren. Bedenken Sie dabei, der Leser möchte den Autor kennenlernen. Übertreiben Sie es daher nicht mit Werbung für Ihr Buch, sondern werden Sie ruhig ein wenig persönlich.

Google+

google-76685_1280Google+ steht dem großen Netzwerk Facebook in nichts nach. In den letzten Jahren hat sich dieses Netzwerk etabliert. Ähnlich wie bei Facebook gibt es hier Profile und Seiten. Der Vorteil der Seiten besteht darin, dass eine automatische Verknüpfung mit YouTube erfolgen kann. Möchten Sie hier eine Leserschaft aufbauen, gelten die gleichen Regeln wie für Facebook: Übertreiben Sie es nicht mit Werbung für Ihr Buch, sondern bringen Sie sich ruhig auch persönlich ein.

Twitter

twitter-720970_1280Beim Kurznachrichtendienst Twitter gibt es die Besonderheit, dass Sie für eine Nachricht nur 140 Zeichen Platz haben. Sie müssen sich also kurzfassen. Twitter ist vor allem aktuell und schnelllebig. Hier werden Ihre Beiträge allen angezeigt, die Sie verfolgen. Möchten Sie sich eine Leserschaft aufbauen, sollten Sie mehrmals am Tag einen Tweet senden, andere Tweets teilen, Menschen folgen, auch andere Bücher empfehlen und durch Hashtags ([#] – Beispiel: #romanmentoren) auf Themen aufmerksam machen.

Tipps zur Wahl des richtigen Netzwerkes

Bevor Sie sich bei allen Netzwerken anmelden, ist es ratsam, sich bereits vorher Gedanken darüber zu machen, was Sie eigentlich erreichen möchten.

Denkbare Ziele sind:

  • Kontakt zu Lesern und anderen Autorinnen/Autoren aufbauen und pflegen
  • Informationen publizieren (Veröffentlichung eines Buches)
  • Werbung platzieren
  • Bekanntheitsgrad erhöhen
  • Buchverkäufe steigern
  • eine Fangemeinschaft aufbauen

Effektives Zeitmanagement

Schnell verbringt man mehrere Stunden täglich damit, die sozialen Netzwerke mit Inhalten zu füllen, und kommt gar nicht mehr zu seiner eigentlichen Arbeit: dem Schreiben. Hilfreich ist es daher, sich bestimmte Ziele zu setzen. Erstellen Sie sich eine Liste mit erreichbaren Zielen. Wählen Sie aus diesen die zwei wichtigsten aus und konzentrieren Sie sich zunächst nur darauf. Lautet Ihr Ziel „Aufbau einer Fangemeinschaft“, dann kommen in den Netzwerken folgende Aktivitäten zum Einsatz:

  • aktives Posten von Neuigkeiten aus Ihrem Alltag als Autor
  • Beantworten von Kommentaren
  • thematisch in Frage kommende Gruppen finden und diesen beitreten
  • selbst auf anderen Seiten bzw. in Gruppen Kommentare posten

Konkretisieren Sie Ihr Ziel! Nehmen Sie sich vor, 50 neue Kontakte („gefällt mir“) zu erhalten, und setzen Sie sich dafür ein Zeitlimit (zwei bis drei Monate sind realistisch).

Tja, und welches Netzwerk ist nun das richtige? Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf nicht. Entscheiden Sie sich zunächst für ein Netzwerk. Überlegen Sie dabei, was Sie und Ihre Bücher besonders macht. Haben Sie einen Roman geschrieben, der in einer interessanten Landschaft spielt, könnte Instagram für Sie interessant sein. Wünschen Sie vor allem Kontakt zu Lesern und Kollegen, dann ist Facebook die richtige Wahl. Möchten Sie schnell und unkompliziert kommunizieren, dann ist Twitter Ihre Bühne. Haben Sie Ambitionen, live vor der Kamera zu stehen? Dann sollten Sie sich mit Youtube vertraut machen.

Einmal mehr gilt hierbei: Probieren geht über studieren. In der Regel ist Facebook das Netzwerk, auf das kein Autor verzichten kann. Hier sind die meisten Menschen unterwegs. Achten Sie hierbei darauf, eine Fanseite zu erstellen und kein Profil. Die Fanseiten bieten Ihnen wesentlich mehr Möglichkeiten wie beispielsweise eine Statistikfunktion.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Workshop „Social Media für Autoren

Über die Autorin:

13Kathrin Bolte arbeitet seit 10 Jahren in ihrer eigenen Agentur für Onlinemarketing und hat sich hier auf das Social Media Marketing und die Pressearbeit spezialisiert. Sie arbeitet zudem als freie Redakteurin, ist Blogger mit Leib und Seele und entwirft Marketingkampagnen für Autoren. Bei den Romanmentoren kümmert sich sie um alle Belange der Pressearbeit und den Social Media Bereich. Weitere Informationen unter www.kathrin-bolte.de