Kodex der Autoren und Testleser
bei den Romanmentoren

Testleser sind wichtig, sie vermitteln dem Autor einen ersten externen Blick auf sein Buch, seinen Text, seine Idee. Darum freuen wir uns auch, wenn Teilnehmer am Romanmentoren-Coaching oder an Seminaren sich als Testleser engagieren und Autoren bereit sind, ihre Texte in fremde Hände zu geben. Doch damit das Ganze zu einer hilfreichen und konstruktiven Erfahrung wird und nicht Frust und Ärger auf beiden Seiten hervorruft, haben wir einige Regeln zusammengestellt, die die Zusammenarbeit erleichtern und zu einem besseren Resultat führen:

Für den Autor:
Das Vorbereiten der eigenen Texte für die Testleser:

  • Das Dokument in Word oder einem Format übergeben, das der Testleser bearbeiten kann (ggf. vorher abstimmen).
  • Dem Text einen kurzen Überblick über das gesamte Projekt voranstellen (wovon handelt die Geschichte, welches Genre ist angepeilt?).
  • Wenn eine Szene weitergegeben wird, ihr ebenfalls einen kurzen Überblick voranstellen, über das was in den Szenen vorher passiert ist, sodass Anschlüsse und Motivation deutlich werden.
  • Konkrete Fragen formulieren: Wo liegen die Schwierigkeiten, wozu möchte man eine Rückmeldung?

Nach dem Feedback des Testlesers:

  • Sich bei den Rückmeldungen, die man bekommt, bewusst sein, dass es sich um die subjektive Meinung des Lesers handelt und nicht um eine absolute Wahrheit.
  • Nachfragen, wenn man eine Rückmeldung nicht versteht
  • Dem Testleser immer ein kurzes Feedback geben, welche Kommentare weiterhelfen und was man nicht umsetzen will, mit kurzer Begründung. Wichtig: Eine kurze Begründung reicht, es geht nicht um eine Rechtfertigung!

Für den Testleser:

  • Schreiber und Text mit Respekt behandeln!
  • Sich immer bewusst sein, dass der Schreiber sein Bestes gegeben hat.
  • Den Text kommentieren und nicht den Autor.
  • Den Text vertraulich behandeln, nicht an Dritte weitergeben.
  • Ehrlich sein!
  • Nicht auf Details rumreiten.
  • Nicht zu kleinteilig werden beim Kommentieren, es soll kein Fein-Lektorat/Korrektorat ersetzen, sondern helfen, grundsätzliche Probleme zu erkennen.
  • Sachlich bleiben.
  • Das Ganze mit Humor verpacken. Beide Seiten sollten sich nicht zu wichtig nehmen.
  • Bitte den Autor und sein Baby vorsichtig behandeln.
  • Wenn es sich anbietet, konstruktive Vorschläge machen, wie man ein Problem lösen kann.
  • Man darf auch loben! Dem Autor nützt es auch, wenn er weiß, wo etwas gut funktioniert.

 
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