Das Exposé – ein Schritt zum eigenen Buch

Das Exposé ist der Beginn für ein gutes Buch, das Herzstück und die Visitenkarte für Autoren. Wie wird es erstellen? Was gehört hinein?

Bei einem Exposé handelt es sich um eine kurze Inhaltsangabe eines Buches. Durch diese Zusammenfassung soll die Grundidee vorgestellt werden und es beinhaltet einen groben Handlungsverlauf. In der Regel beschränkt sich ein Exposé auf nur wenige Seiten, enthält keine Einzelheiten und keine Dialoge. Des Weiteren enthält ein Exposé eine Beschreibung der Hauptfiguren. So weit so gut. Doch was gehört noch alles in ein Exposé und welche Rolle spielt es im Verlagswesen? Diese und weitere Fragen klärt Sandra Thoms von den Romanmentoren.

Die Bedeutung des Exposés im Verlagswesen

Für das Verlagswesen spielen Exposés eine sehr große Rolle. Verlage entscheiden oft auf der Basis eines Exposés und einer Leseprobe, ob ein Roman in das Programm aufgenommen wird oder nicht, denn nicht immer existiert bereits ein fertiges Manuskript.

Ein Exposé spielt aber auch eine Rolle, wenn ein Buch bereits geschrieben ist, denn es dient dem Lektor als Orientierung. Durch die Kurzbeschreibung erfährt dieser worum es in dem Buch geht und kann die Logik des Handlungsstrangs einfacher überprüfen

Das Exposé beantwortet auch die wichtige Frage, zu welchem Genre ein Buch gehört.

So kann ein Exposé überzeugen

Um mit einem Exposé zu überzeugen, sollte es alle wichtigen Informationen beinhalten, durch die der Leser einen umfassenden Überblick über das Projekt erhält. Ein Lektor soll durch die Zusammenfassung eine Vorstellung des gesamten Buches bekommen.

Exposés schreibt man im Präsens. In ihnen wird nur kurz die Handlung aufgezeigt, sodass der Umfang von zwei bis drei DIN-A4-Seiten nicht überschritten wird. In diesem Zusammenhang ist es gut zu wissen, dass ein Exposé nicht mit einem Klappentext verwechselt werden darf. Klappentexte sind mehr oder weniger der Werbetext für das Buch. Durch sie soll der potenzielle Käufer einen ersten Eindruck von dem Buch bekommen und seine Neugier soll geweckt werden. Dies ist bei einem Exposé nicht der Fall, sodass werbliche Aussagen hier fehl am Platze sind.

Des Weiteren handelt es sich bei einem Exposé auch nicht um eine Nacherzählung und es ist weder eine philosophische Abhandlung noch eine Interpretation. Den Lektor oder Verlag interessiert es auch nicht, was der Autor mit seinem Werk bezwecken möchte.

Überzeugende Exposés …

… sind ein kurzer, sachlicher Abriss der Handlung

… geben das Genre an

… zeigen das Thema auf

… geben, sofern erforderlich, eine kurze Hintergrundinformation

… gehen auf die potenziellen Leser ein

… werden im Präsens geschrieben und

… überschreiten nicht den Umfang von zwei bis drei DIN A4 Seiten.

Die Romanmentoren aus Frankfurt bieten zu diesem Thema ein sehr interessantes Seminar an. In diesem lernen die Teilnehmer wie man ein Exposé schreibt oder ein bereits bestehendes Exposé verbessert. Es werden Schwachstellen aufgedeckt und es geht um die Klärung der Frage, was ein Kurzexposé und ein Pitch sind. Des Weiteren bekommen Teilnehmer viele Tipps an die Hand, wie sie ein Exposé am besten an Verlage und Literaturagenten schicken.

Dozent des Seminars ist Hans Peter Roentgen, der mit dem Autorenratgeber „Drei Seiten für ein Exposé“ ein Standardwerk für angehende Autoren geschaffen hat. Für das Buch hat er viele Literaturagenten und Lektoren interviewt und zahlreiche Autoren bei der Erstellung von Exposés beraten.

Über die Autorin:

13Kathrin Bolte arbeitet seit 10 Jahren in ihrer eigenen Agentur für Onlinemarketing und hat sich hier auf das Social Media Marketing und die Pressearbeit spezialisiert. Sie arbeitet zudem als freie Redakteurin, ist Blogger mit Leib und Seele und entwirft Marketingkampagnen für Autoren. Bei den Romanmentoren kümmert sich sie um alle Belange der Pressearbeit und den Social Media Bereich. Weitere Informationen unter www.kathrin-bolte.de 

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