Wir coachen

Wir arbeiten anders.

Wenn Sie einen Romancoaching-Vertrag mit uns abschließen, dann erhalten Sie von uns als erstes einen Fragebogen, mit dessen Hilfe wir Sie, Ihr geplantes Buch und vor allem Ihre Zielsetzung beim Schreiben besser kennenlernen wollen.

Anschließend prüfen wir Ihre eingesendeten Texte zunächst grundsätzlich. Ein wenig ähnelt diese erste Prüfung dem, was auch ein Verlagslektor tut, wenn er sich Ihr Manuskript anschaut und darüber entscheidet, ob er es kaufen soll oder nicht. Wir verschaffen uns einen Überblick darüber, was der Autor, die Autorin handwerklich bereits beherrscht und an was man arbeiten müsste. Hierbei geht es z.B. darum, ob ein Roman einen funktionierenden Spannungsbogen hat, ob die Figuren plastisch gestaltet sind oder eher blass daherkommen, ob es grundsätzlich größere Probleme mit dem Text gibt. Kann der Autor seine Erzählperspektiven einhalten, wäre z.B. so ein Punkt, der geprüft wird. Dies sind wichtige Schritte, wenn Sie ein Buch schreiben wollen.

 

Zu all diesen Punkten – und das ist der entscheidende Unterschied zum Verlagslektor – bekommt der Teilnehmer anschließend ein sogenanntes Coachinggutachten. Darin listen wir detailliert auf, woran man arbeiten müsste. Natürlich haben wir bei unseren Änderungsvorschlägen die Zielsetzung des Autors im Blick. Ein Coaching für jemanden, der seine Geschichte für die Familie aufschreiben möchte, sieht ganz anders aus als eines für jemanden, der uns von Anfang an sagt, er möchte ein Buch schreiben und es bei einem Publikumsverlag veröffentlichen.

Es kommt also vor, dass wir an dieser Stelle im Arbeitsprozess grundsätzliche Änderungsvorschläge machen, ja sogar empfehlen, den Roman noch einmal neu zu schreiben. Dies ist natürlich ein Extremfall, aber die Bereitschaft, von dem bisher Geschriebenen einen oder auch mehrere Schritte zurückzutreten und es auch grundsätzlich noch einmal infrage zu stellen, ist notwendig, um ein erfolgreiches Coaching zu garantieren!

 

Wie sieht die weitere Zusammenarbeit aus?

Wenn Sie sich das Coachinggutachten angesehen haben und wir uns auf einen für beide Seiten gangbaren Weg verständigt haben, beginnt die eigentliche Arbeit am Manuskript. Dabei werden die einzelnen „Baustellen“ anhand von Szenen aus dem Roman bearbeitet. In sehr vielen Fällen geht es zu Anfang erst einmal darum, die Dramaturgie des Romans zu überprüfen. Funktioniert die Geschichte überhaupt? Wenn nicht, schulen wir Sie beim sogenannten Plotten, beim Entwickeln einer tragfähigen Geschichte. Wir zeigen verschiedene Plotmodelle und die Methoden, mit denen Sie plotten können. Sie können ausprobieren, welche davon Ihnen liegt. Immer mehr geht Ihre Arbeit dann schon in Richtung „ein richtiger Schriftsteller werden“.

Die Lösung grundsätzlicher handwerklicher Probleme erarbeiten wir anhand von Szenen aus dem Roman, das heißt, Sie bekommen von uns eine Szene, die exemplarisch für das Problem steht, samt Überarbeitung und Erläuterungen. So können Sie die Szene selbst verbessern. Anschließend können Sie sie einsenden, und wir überprüfen, ob Sie verstanden haben, worum es geht. Auf diese Art arbeiten wir der Reihe nach alle „Baustellen“ des Manuskripts ab. Sie merken jetzt bestimmt, ein Buch zu schreiben klingt auf den ersten Blick einfach, doch schnell trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer als Autor wirklich erfolgreich sein möchte, der sollte sich beim Buch schreiben helfen lassen.

 

 

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ oder: Romancoaching bedeutet NICHT Lektorat!

Und an dieser Stelle sollte nun auch deutlich geworden sein, dass es wenig Sinn macht, einen Roman im Coaching von vorne bis hinten durchzulesen und an jeder Stelle, an der der Autor z.B. die Wörter „hinauf“ und „herauf“ falsch verwendet, diese zu korrigieren. Viel sinnvoller ist es, anhand einer Szene exemplarisch zu erklären, wie es richtig geht. So wird er Autor diesen Fehler in Zukunft selbstständig vermeiden können.

 

Was ist, wenn ich mit der Arbeitsweise meines Coaches nicht klarkomme?

Wir bemühen uns, darum, die Zielsetzungen jedes Teilnehmers individuell zu berücksichtigen. Wir werden also zum Beispiel nicht von Ihnen verlangen, spezielle Wendungen aufzugeben, wenn Sie sie für richtig halten. Sie werden allerdings von uns darauf hingewiesen, welche Auswirkungen Ihre Entscheidung in Hinsicht auf Ihr angepeiltes Ziel hat. Ein Beispiel: Wenn Sie als Ziel angegeben haben, einen Roman in einem großen Publikumsverlag unterzubringen und damit auch noch eine möglichst große Auflage anpeilen, sich aber weigern, ein unübliches Genrecrossover („Es ist ein historischer Roman mit Horrorelementen!“) zu vermeiden, werden wir Sie darauf aufmerksam machen, dass Publikumsverlage davon absehen werden, Ihren Roman einzukaufen. Natürlich ist es Ihnen aber selbst überlassen, ob Sie diese Ratschläge – bei denen wir unser aktuelles Branchenwissen in den Dienst Ihres Romans stellen – beherzigen oder nicht. Wir sind Mentoren und geben Ihnen eine Hilfestellung beim Buch schreiben. 

 

 

Einen Roman innerhalb eines Jahres?

Unser Romancoaching ist so angelegt, dass Sie innerhalb eines Jahres das nötige Rüstzeug an der Hand haben, um Ihren Roman selbstständig zu Ende zu bringen. Möchten Sie darüber hinaus weitere Betreuung, so ist es selbstverständlich möglich, den Coachingvertrag zu verlängern.

 

Gibt es ein abschließendes Gesamtlektorat?

Der Coachingvertrag beinhaltet ausdrücklich kein abschließendes Gesamtlektorat, weil das den finanziellen Rahmen des Vertrages sprengen würde.